EIN TRAUM VON KABUL

EIN TRAUM VON KABUL

In den 70er Jahren war Kabul das Mekka der westeuropäischen, amerikanischen und australischen Hippiegeneration. Zu Zehntausenden versuchten junge Leute, in unsicheren  Fahrzeugen das ferne Afghanistan zu erreichen, um dort ein Leben zu führen, das scheinbar nur wenige Bedürfnisse kannte: Drogen, Musik und Freiheit von Bevormundung und Kriegsangst.  Nur ein Teil kam überhaupt an, davon wiederum kehrte nur ein Teil unversehrt, ohne fremde Hilfe heim. Nicht wenige kamen dort oder auf dem Weg um, durch Krankheit, Überfälle und  nicht zuletzt durch Drogen. Mit dem Leben der Afghanis hatte dieser Exodus aus dem Westen so gut wie nichts zu tun.

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 25 Jahre später, nachdem Dieter Matzka als Kameramann von Johannes Schaaf zum ersten mal Afghanistan sah, ist er zusammen mit der Autorin Wilma Kiener wieder nach Afghanistan gefahren, ein Land, nun von Krieg und Bürgerkrieg verwüstet, von Glaubenskämpfen zerrissen, von Not niedergedrückt. Nur die Ärmsten sind der Stadt Kabul treu geblieben. Spuren der  Hippiezeit sind selten. Geschichten aber findet das Filmteam reichlich. Mehr und prominentere Zeugen finden sich in Deutschland, Österreich, England, den USA und anderswo: ehemalige  Hippies, die die Heimkehr schafften - und ihre Idole, allen voran Drogenguru Timothy Leary, der dem Team eines seiner letzten Interviews gab, und Popstars Donovan und Julie Driscoll.

Make love not war!

Der Film dokumentiert die Soziologie einer unbekannten, starken Jugendbewegung Anfang der 70ger Jahre. Kabul war die erste Station auf dem Weg der Sehnsucht der Hippiegeneration.  Heute liegt die einst sagenhaft schöne, afghanische Hauptstadt Kabul in Trümmern. Auch das Kabul der Blumenkinder lebt nur noch in Erinnerungen.

 

Mit: DONOVAN, JULIE DRISCOLL-TIPPETT, EMBRYO, BOMMI BAUMANN, JOHANNES SCHAAF, TIMOTHY LEARY.

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